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Artikel-Schlagworte: „Schweiz“

Grippe-Trends analysieren mit Google

fluGoogle hat festgestellt, dass die Häufigkeit bestimmter Suchbegriffe Anhaltspunkt für die Häufigkeit von Grippeerkrankungen sein kann. Für Google Grippe-Trends werden Daten der Google-Suche gesammelt und ausgewertet. Auf Grundlage der Ergebnisse wird anschließend nahezu in Echtzeit die Häufigkeit von Grippeerkrankungen geschätzt.

Woche für Woche suchen Millionen von Nutzern auf der ganzen Welt online nach Informationen zum Thema Gesundheit. Erwartungsgemäß gibt es während der Grippezeit häufiger Suchanfragen zur Grippe und während des Pollenflugs mehr allergiebezogene Anfragen sowie im Sommer mehr Anfragen zum Thema Sonnenbrand. Sie können derartige Suchvolumenmuster mit Google Insights for Search genauer analysieren. Aber können Trends bei Suchanfragen tatsächlich als Basis für akkurate und zuverlässige Modelle von Phänomenen, die im echten Leben vorkommen, dienen?

Unsere Beobachtungen haben gezeigt, dass es einen engen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Suchanfragen zum Thema Grippe und der Anzahl der Personen mit Grippesymptomen gibt. Natürlich ist nicht jede Person, die nach dem Begriff “Grippe” sucht, tatsächlich krank, aber wenn man alle grippebezogenen Suchanfragen zusammenfasst, ergibt sich ein Muster. Wir haben die Anzahl der Suchanfragen mit den Ergebnissen traditioneller Grippeüberwachungssystemen verglichen und herausgefunden, dass bestimmte Suchanfragen besonders während der Grippezeit gestellt werden. Durch die Zählung dieser Suchanfragen können wir schätzen, wie häufig die Grippe in bestimmten Ländern und Regionen weltweit auftritt. Unsere Ergebnisse wurden in der Zeitschrift “Nature” veröffentlicht.

Google Flu-Trends für die Schweiz  >>>

Schweinegrippe greift in der Schweiz weiter um sich

Mehr als 6.000 Menschen sind nach Auskunft der Weltgesundheitsorganisation WHO mittlerweile weltweit an der Schweinegrippe gestorben. 4.400 dieser Todesfälle gab es in Nord- und Mittelamerika. In der Schweiz hat die Krankheit bisher noch keine katastrophalen Auswirkungen, aber auch hier ist sie weiter auf dem Vormarsch. So gab es nach Angaben der Basler Zeitung vom sechsten November 2009 im Verlauf von sieben Tagen insgesamt 128 bestätigte Schweinegrippe-Fälle allein im Kanton Genf. Die Grenze zur Epidemie wurde erstmals überschritten. 50 Prozent der Erkrankten sind unter 16 Jahre alt.

Der Schweizer Tages Anzeiger meldete derweil allein für den sechsten November 2009 insgesamt fünfzig neue Verdachtsfälle in der Stadt Zürich und berief sich dabei auf den Leiter des Schulgesundheitsdienstes der Stadt Zürich, Daniel Frey. Insgesamt wurde der H1N1-Virus in sieben Fällen nachgewiesen. Die Zahl der Tests wurde gering gehalten; man rechnet jedoch auch in der Mehrzahl der anderen Verdachtsfälle mit der Schweinegrippe. Frey glaubt an eine vorübergehend abflauende Ansteckungsrate am jetzigen Wochenende, da sich das Virus in dieser Zeit nicht innerhalb einer Klasse verbreiten kann. Mit einer dauerhaften Entspannung der Situation sei das nicht gleichzusetzen. Etwas entspannt hat sich scheinbar die Situation in Chur. Auf dem dortigen Waffenplatz sollen sich nun nur noch 27 Rekruten in der Krankenabteilung befinden. Für die gesunden Rekruten, deren Zahl bei knapp 300 liegen soll, gibt’s ab Samstag Urlaub.

Impfbereitschaft in der Schweiz ist eher gering

Nur 15% aller Schweizer denken im Moment daran, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen. Das berichtet die Zeitung „Südkurier“ in ihrer Ausgabe vom fünften November 2009 unter Berufung auf eine nicht näher bezeichnete Umfrage. Befürchtet wird jetzt ein Misserfolg der schweizerischen Impfaktion. Nach Daniel Koch, dem beim Bundesamt für Gesundheit für diese Impfaktion zuständigen Beamten, unterschätzen die Menschen die von der Schweinegrippe ausgehenden Gefahren. Dabei hatte es im Juli bereits eine erste Welle von Erkrankungen mit etwa 1.400 Schweinegrippe-Kranken in der Schweiz gegeben. „Die Grippe kommt so sicher wie das Amen in der Kirche“, wird Koch im Südkurier zitiert.

Jüngsten Berechnungen des Bundesamtes für Gesundheit zufolge, wird die Schweinegrippe 15% bis 35% der schweizerischen Bevölkerung treffen. Gerechnet wird mit bis zu 2.000 Fällen, bei denen ein Krankenhausaufenthalt notwendig wird. Die Anzahl der aufgrund der Schweinegrippe notwendig werdenden Arztbesuche soll bei einer Zahl zwischen 300.000 und 500.000 liegen. Die schweizerische Impfaktion gegen die Schweinegrippe beginnt am 16. November. Swissmedic, das Schweizer Heilmittel-Institut, hat neben dem Impfstoff Pandemrix einen weiteren Impfstoff freigegeben, der speziell für Kinder und Schwangere dienen soll und ohne Wirkstoffverstärker auskommt.

In Basel kämpft Mutter mit dem Tod

Eine junge Mutter, deren Baby es gut geht, ringt im Unispital Basel nach der Geburt ihres Kindes mit dem Tod. Sie hat eine durch H1N1 ausgelöste Lungenentzündung.

In Zukunft will das Bundesamt für Gesundheit nur noch schwere Fälle von Schweinegrippe zählen. Zu diesen zählt auch der einer jungen Mutter, die akut in Lebensgefahr schwebt. Seit nun schon 13 Tagen liegt sie auf der Intensivstation des Baseler Spitals in einem künstlichen Tiefschlaf. Ein Sprecher des Spitals bestätigte dem TV-Magazin “Schweiz Aktuell” die Informationen.

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Japaner meiden Schweiz wegen Schweinegrippe

zuerichDie japanischen Touristen reagieren seit eh und je sehr sensible auf Veränderungen, so auch jetzt. Abgesehen vom Umsatzeinbruch wegen der Wirtschaftskrise muss die Schweizer Tourismusbranche nun weitere Rückgänge im Tourismus wegen der Schweinegrippe hinnehmen. Besonders die ausführliche Berichterstattung über viele Erkrankungen hat zu zahlreichen Annullierungen von japanischen Reisegruppen geführt. Aufgrund neuer Zahlen von Schweiz Tourismus beläuft sich der Einbruch bei 15 Prozent.

Der Direktor von Schweiz Tourismus, Jürgen Schmid, teilte in einem Interview mit, dass die Buchungszahlen bis Mai noch recht gut waren, es war lediglich ein geringer Rückgang zu verzeichnen. Dann wurden die ersten Erkrankungen von Schweinegrippe auch in der Schweiz bekannt und die Zahlen brachen dramatisch ein.

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Wie stark ist die Schweiz von der pandemischen Grippe (H1N1) 2009 betroffen?

In der Schweiz ist das neue Influenzavirus vor allem bei Reiserückkehrern diagnostiziert worden. Es kam vereinzelt schon zu Ansteckungen innerhalb der Schweiz – jedoch sind bisher noch keine lokalen Ausbrüche aufgetreten. Allerdings besteht das Risiko, dass die pandemische Grippe (H1N1) 2009 durch Reisende aus den Regionen mit erhöhtem Expositionsrisiko vermehrt eingeschleppt wird und sich in der Folge in der Schweiz ausbreitet. Die aktuellen Zahlen entnehmen Sie jeweils dem neusten Situationsbericht des Bundesamts für Gesundheit.

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