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Urlauber bringen das H1N1 Virus mit
Die Rückkehrer aus dem Urlaub bringen die Schweinegrippe mit nachhause. Auch in Deutschland breitet sich jetzt die Schweinegrippe immer rasanter aus. Von einem Tag auf den Nächsten sind mehr als 600 neue Fälle der Infektion gemeldet worden. Nun befürchtet auch das Robert-Koch-Institut auch immer mehr schwere Erkrankungen. Mit dieser neuen Zahl sind allein in Deutschland jetzt 2.455 Fälle von Schweinegrippe registriert. Vergleicht man diese Zahlen mit denen von vor einer Woche, lässt sich der rasche Anstieg verdeutlichen. Am 15. Juli waren in ganz Deutschland nur 834 Fälle von Schweinegrippe bekannt.
BAG Empfehlungen für Reisende
Die Grippe A(H1N1) breitet sich zurzeit in verschiedenen Regionen der Welt aus. Mit der steigenden Zahl von Patientinnen und Patienten und betroffenen Regionen erhöht sich auch das Risiko, dass Reisende mit dem Grippevirus A(H1N1) in Kontakt kommen und erkranken. Von Reisen in Länder oder Regionen, in denen Grippefälle aufgetreten sind, wird nicht abgeraten. Es gilt jedoch, sich vor einer Ansteckung durch die Grippe A(H1N1) zu schützen und falls es doch zu einer Ansteckung kommt, das Virus nicht weiterzuverbreiten. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt deshalb Reisenden in Regionen mit erhöhtem Expositionsrisiko, folgende Vorsichtsmassnahmen zu beachten:
Schweinegrippe-Quarantäne ohne Lohn bei der Visana
Die Visana, die zu den größten Krankenkassen gehört, ist im Umgang mit ihren Angestellten wenig zimperlich. Wer in Länder reist, die als risikobehaftet für Schweinegrippe eingestuft wurden, muss im Anschluss eine Woche Zwangsurlaub nehmen und auf seinen Lohn in dieser Zeit verzichten. Die 1.500 Angestellten können in den Ferien nicht mehr in die Karibik, nach Thailand, Australien, Spanien oder Großbritannien reisen, ohne dafür mit der harten Strafe von einer Woche Zwangsurlaub rechnen zu müssen. Insgesamt 40 Länder stehen auf der Liste.
Japaner meiden Schweiz wegen Schweinegrippe
Die japanischen Touristen reagieren seit eh und je sehr sensible auf Veränderungen, so auch jetzt. Abgesehen vom Umsatzeinbruch wegen der Wirtschaftskrise muss die Schweizer Tourismusbranche nun weitere Rückgänge im Tourismus wegen der Schweinegrippe hinnehmen. Besonders die ausführliche Berichterstattung über viele Erkrankungen hat zu zahlreichen Annullierungen von japanischen Reisegruppen geführt. Aufgrund neuer Zahlen von Schweiz Tourismus beläuft sich der Einbruch bei 15 Prozent.
Der Direktor von Schweiz Tourismus, Jürgen Schmid, teilte in einem Interview mit, dass die Buchungszahlen bis Mai noch recht gut waren, es war lediglich ein geringer Rückgang zu verzeichnen. Dann wurden die ersten Erkrankungen von Schweinegrippe auch in der Schweiz bekannt und die Zahlen brachen dramatisch ein.
