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Artikel-Schlagworte: „Pandemie“

Schweinegrippe — zwischen Panikmache und Nüchternheit

Noch in der vergangenen Woche klang es so, als stünde die Ukraine aufgrund der Schweinegrippe kurz vor dem Ausnahmezustand. Anfang dieser Woche wurde alles relativiert. Viktor Juschchenko, Präsident des Landes, sprach mit einem Mal davon, dass die Krankheit  in der Ukraine nicht schlimmer sei als anderswo und Regierungschefin Julia Timoschenko sprach davon, dass die Situation weniger schlimm sei als von Behörden und Medien dargestellt. Teils sei von hunderttausenden oder gar Millionen von erkrankten Menschen die Rede gewesen. Die konkreten Zahlen sehen wohl weitaus nüchterner aus: Nach Julia Timoschenko soll es derzeit in der Ukraine 32.448 Menschen geben, die an irgendeiner Form der Grippe erkrankt sind, und wohl nur 65 nachgewiesene Schweinegrippe-Fälle. An der Schweinegrippe seien bisher vierzehn Menschen in der Ukraine gestorben.

Die Situation in der Ukraine zeigt, wie sehr der Umgang mit Pandemien zwischen nüchterner Einschätzung und Panikmache pendelt. In Deutschland äusserte sich dazu etwa die Virologin Barbara Gärtner, ein Mitglied im Pandemie-Team des Robert-Koch-Instituts, im Interview mit der Saarbrücker Zeitung. Man schwanke derzeit zwischen „grosser Sorge und Gelassenheit“, sagte sie im Interview. Sie selbst habe im Sommer noch an die Harmlosigkeit der Schweinegrippe geglaubt, sei sich nun aber nicht mehr so sicher. Sie rät zur Impfung gegen die Krankheit.

Grosser Run auf Schutzmasken und Tamiflu

Die Schweizer horten Vorräte für den Ernstfall, der Absatz von Tamiflu steigt weiter an und bei den Hygienemasken und Desinfektionsmitteln gibt es schon Engpässe bei der Lieferung. Allein das Pharmaunternehmen Roches konnte im ersten Halbjahr 2009 eine Milliarde Schweizer Franken umsetzen.

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Schweinegrippe: EU rechnet mit vielen Toten

Im Herbst des laufenden Jahres rechnet die Europäische Union mit einem rasanten Anstieg von Schweingrippeopfern. Man geht von einer Anzahl von mindestens einer Million mit vielen Todesopfern aus. Der EU-Politiker von Leinen betont, dass wir einen Impfstoff schnellstmöglichst benötigen, aber die Impfstoffhersteller vertrösten immer wieder. Eigentlich sollte das Serum bereits im September zur Verfügung stehen. Zwischenzeitlich wurden neue Termine für die Bereitstellung bekannt gegeben. Zum jetzigen Stand wurden die Monate Oktober bzw. November als Endtermine benannt. Diese Termine sind beim jetzigen Wissenstand über die Gefährlichkeit der Schweinegrippe auf jeden Fall viel zu spät. Der Impfstoff muss schneller auf den Markt kommen. Nach inoffiziellen Mitteilungen sollen vorbeugend 150 Millionen Europäer mit einem noch in der Entwicklung befindlichen Impfstoff gegen das Virus H1N1 versorgt werden. Es wird wird geschätzt, dass allein innerhalb der EU 2,5 bis 3 Millionen Euro für diesen Impfstoff einer Massenimpfung entstehen.

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Soll man Babys gegen Schweinegrippe impfen?

Der neuartige Typus des Schweinegrippe-Erregers breitet sich immer weiter aus. Mittlerweile sind fast alle europäischen Staaten davon betroffen. Gesundheitsbehörden raten zu penibler Hygiene und der Vermeidung von Menschenansammlungen. Sogar auf das obligatorische Händeschütteln soll in diesen Tagen lieber verzichtet werden. All diese Ratschläge sind von Erwachsenen leicht zu befolgen, doch viele Eltern sind um ihre Sprösslinge besorgt. Die Diskussion um das Impfen von Kleinkindern und Babys ist daher in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Herr Dr. Erlinger ist Mitglied im Pandemiestab des Gesundheits- und Umweltdepartements der Stadt Zürich. Nach seinen Angaben verteilt der Bund die Impfstoffdosen. Allerdings hat dieser noch keine genaueren Angaben zum vorliegenden Fall gemacht.

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Virologe warnt vor riesiger Welle bei Schweinegrippe

Der Virologe Alexander Kekule rechnet für die Zukunft mit einem drastischen Anstieg der Infektionen mit Schweinegrippe, geht aber nicht davon aus, dass sich die Erreger der Vogel- und der Schweinegrippe miteinander vermischen werden.

Bereits in den kommenden Wochen, wenn immer mehr Menschen von ihrem Auslandsurlaub zurückgekehrt sind, werden die Infektionen stark zunehmen. Der Spiegel berichtete außerdem, dass es um die Schweingrippe Impfung und die damit verbundene Impfaktion chaotisch zugehe, da der organisatorische Ablauf nach wie vor nicht geklärt ist.

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Der Irrtum der Pharmamultis

Es hat sich leider zum Nachteil für die Bevölkerung in der Schweiz herausgestellt, dass die Schweinegrippe sich schneller ausbreitet als gedacht. Somit kann davon ausgegangen erden, dass die geforderten Impfstoffe nicht ausreichen werden. Die pharmazeutische Industrie steht nun im Kreuzfeuer der Kritik, denn ob sie liefern kann, steht noch nicht hundertprozentig fest.

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Schutzmasken für Pandemie Schutz jetzt online bestellen!

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat eine Reihe von Empfehlungen für die persönliche Hygiene im Pandemiefall veröffentlicht. Diese persönlichen Hygieneempfehlungen können das Infektionsrisiko begrenzen und möglicherweise die Verbreitung einer pandemischen Grippe verlangsamen. In diesem Kontext empfiehlt das BAG der Bevölkerung, einen Vorrat von fünfzig Schutzmasken pro Person anzulegen.

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Mit Gesichtsmaske und Mundschutz zum Einkaufen?

Immer wieder tauchen in der Schweiz neue Fälle von Schweinegrippe auf und man fürchtet, dass die Krankheit im Herbst noch umfangreichere Ausmaße annehmen wird. Eine Schweinegrippe-Pandemie würde das Land hart treffen, doch bereits jetzt werden entsprechende Vorkehrungen getroffen, um im Ernstfall sinnvoll reagieren zu können – so auch in den großen Einkaufszentren von Migros und Coop.

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Kantone müssen Pandemiepläne checken

Nach wie vor ist das Thema „Schweinegrippe“ auch in der Schweiz allgegenwärtig, jetzt meldete sich Carlo Conti von der Gesundheitsdirektorenkonferenz des Landes zu Wort. Der Versuch, die Bevölkerung zu beruhigen und das Thema zu entschärfen war unübersehbar. Gleichzeitig zeichnete Conti aber auch ein realistisches Bild möglicher Folgen der Seuche. Eine aktuelle Überprüfung und Aktualisierung der bereits bestehenden so genannten Pandemiepläne gegen die Schweinegrippe sei unumgänglich. Darüber hinaus rief Conti alle Schweizer Kantone dazu auf, sich Gedanken über verschiedene Notfallpläne und eine landesweite Koordination dieser Pläne zu machen.

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Die WHO hat Pandemiephase 6 ausgerufen – welche Konsequenzen hat dies für die Schweiz?

Das Ausrufen der Phase 6 im Zusammenhang mit der pandemischen Grippe (H1N1) 2009 heisst: Die weltweite Verbreitung des Pandemievirus kann nicht mehr verhindert werden. Die WHO bezweckt damit, weltweit alle Regierungen frühzeitig zu warnen, damit diese ihre nationalen Pandemiepläne rechzeitig umsetzen können. Die Phase 6 gibt jedoch keinen Hinweis auf die Gefährlichkeit des Virus oder den Schweregrade der Erkrankungen. Auch kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden, wie schnell sich die Pandemiewelle ausbreitet und wann die Schweiz davon betroffen sein wird. In Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden des ganzen Landes läuft die Überwachung des Virus auf Hochtouren. Das Ziel besteht vor allem darin, dem Auftreten des neuen Virus rasch zu begegnen, seine Ausbreitung zu verlangsamen und seine Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung möglichst gering zu halten.

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