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Archiv für die Kategorie „Häufige Fragen“

Kann sich das heutige Virus verändern (mutieren) und gefährlicher werden?

Ein Influenza-Virus hat die Eigenschaft, leicht mutieren zu können. Es ist durchaus möglich, dass sich das aktuelle Virus zu einem aggressiven Erreger wandelt – und zu mehr oder auch schwerwiegenderen Komplikationen führt. Die spanische Grippe begann im Sommer 1918 in einer relativ milden Form. Im Herbst 1918 kam dann eine Welle mit einem weit gefährlicheren und aggressiveren Erreger. Die letzten beiden Pandemien aus den Jahren 1957 und 1968 verliefen jedoch ausgesprochen mild. Es kann also nicht vorhergesagt werden, wie sich das aktuelle Virus entwickeln wird.

Wie gefährlich ist die Schweinegrippe (h1n1)?

Beim A(H1N1)-Virus handelt es sich um ein neuartiges Virus: Das Immunsystem der meisten Menschen wurde noch nie mit diesem Viren konfrontiert und bietet keinen Schutz gegen die Erkrankung. Eine Pandemiewelle könnte deshalb bis zu fünfmal mehr Kranke verursachen als eine saisonale Grippe. Zurzeit lässt sich über die Gefährlichkeit der Krankheit noch wenig aussagen. Die verfügbaren Daten weisen darauf hin, dass die pandemische Grippe (H1N1) 2009 bei den meisten Erkrankten milde bis mittelschwere Symptome verursacht – vergleichbar mit jenen einer saisonalen Grippe – häufig gesunden die Patienten ohne Behandlung. Doch in Amerika wie auch in Europa sind Menschen an der pandemischen Grippe (H1N1) 2009 gestorben – gerade auch junge Menschen. Oft litten sie an chronischen Krankheiten, teilweise waren sei jedoch zuvor gesund. Ein erhöhtes Komplikationsrisiko scheint bei Personen mit chronischen Krankheiten, bei Schwangeren und Kleinkindern zu bestehen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die nationalen Gesundheitsbehörden von betroffenen Ländern sammeln laufend Daten über die Krankheit und werten sie aus.

Die WHO hat Pandemiephase 6 ausgerufen – welche Konsequenzen hat dies für die Schweiz?

Das Ausrufen der Phase 6 im Zusammenhang mit der pandemischen Grippe (H1N1) 2009 heisst: Die weltweite Verbreitung des Pandemievirus kann nicht mehr verhindert werden. Die WHO bezweckt damit, weltweit alle Regierungen frühzeitig zu warnen, damit diese ihre nationalen Pandemiepläne rechzeitig umsetzen können. Die Phase 6 gibt jedoch keinen Hinweis auf die Gefährlichkeit des Virus oder den Schweregrade der Erkrankungen. Auch kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden, wie schnell sich die Pandemiewelle ausbreitet und wann die Schweiz davon betroffen sein wird. In Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden des ganzen Landes läuft die Überwachung des Virus auf Hochtouren. Das Ziel besteht vor allem darin, dem Auftreten des neuen Virus rasch zu begegnen, seine Ausbreitung zu verlangsamen und seine Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung möglichst gering zu halten.

Wird die pandemische Grippe (H1N1) 2009 über Schweinefleisch übertragen?

Nein. Die pandemische Grippe (H1N1) 2009 zirkuliert primär unter Menschen, nicht unter Schweinen. Gut gekochtes oder gebratenes Schweinefleisch kann risikolos gegessen werden. .Beim Essen sind jedoch jene Vorsichtsmassnahmen einzuhalten, die auch bei einer saisonalen Grippe gelten: Kranke Menschen sollen keine Speisen zubereiten und sie sollen Nahrungsmittel, die sie berührt oder angebissen haben, nicht weitergeben. Auch sollen Kranke und Gesunde nicht aus demselben Geschirr oder mit demselben Besteck essen.

Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Es ist wichtig, sich häufig die Hände mit Seife zu waschen – und die eigenen Augen, Nase oder Mund möglichst selten zu berühren. Denn das Virus wird auch übertragen, wenn Personen eine verunreinigte Oberfläche (etwa eine Türklinke, einen Tisch oder eine fremde Hand) berühren und die verseuchten Hände danach an die eigenen Augen, die Nase oder den Mund führen. Studien haben gezeigt, dass das Virus einige Stunden auf solchen Oberflächen überdauert und noch ansteckend sein kann. Wer husten oder niesen muss, sollte sich unbedingt Mund und Nase mit einem Wegwerftaschentuch bedecken – oder zur Not in die Armbeuge niesen. Wer in eine Region mit erhöhtem Expositionsrisiko reist oder dort lebt, sollte auf Händeschütteln oder Umarmungen zur Begrüssung verzichten und sich Menschen, die selbst Grippesymptome zeigen, nicht unnötig nähern (es sollte ein Abstand von mindestens 1 Meter eingehalten werden). Zudem empfiehlt es sich, von der Schweiz Hygienemasken mitzunehmen (chirurgische Masken Typ II und IIR, im Detailhandel erhältlich). Welche Regionen von der pandemischen Grippe (H1N1) 2009 betroffen sind, erläutert der aktuelle Situationsbericht des Bundesamts für Gesundheit.

Ab wann und wie lange ist eine erkrankte Person ansteckend?

Bei Grippeerkrankungen sind die betroffenen Personen schon vor dem Ausbruch der Krankheit ansteckend, also einen Tag bevor die Symptome auftreten. Ein Erwachsener kann das Virus noch drei bis sieben Tage nach Ausbruch der Krankheit weitergeben, Kinder sind jedoch häufig viel länger ansteckend.

Wie unterscheidet sich die pandemische Grippe (H1N1) 2009 von einer saisonalen Grippe?

Nach bisherigen Erkenntnissen sind die Symptome praktisch dieselben: Es handelt sich um eine akute Atemwegserkrankung mit Fieber über 38 Grad. Das Fieber kann allerdings fehlen. Meist haben die Erkrankten Halsschmerzen, Husten und Schnupfen. Typisch für Grippeerkrankungen sind auch Schüttelfrost, Muskel-, Kopf- oder Gelenkschmerzen. Manche Patienten leiden zudem unter Müdigkeit oder Appetitlosigkeit. Zusätzlich können Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auftreten.

Was ist die pandemische Grippe (H1N1) 2009 und wie überträgt sie sich?

Die neue Grippe wird durch einen neuartigen Virusstamm des Subtyps A(H1N1) verursacht. Das neuartige Virus trägt Gensegmente aus zwei Schweineviren, einem Geflügelvirus und einem Menschenvirus in sich. Deshalb kam es zum Übernamen “Schweinegrippe”. Zwar erkranken auch Schweine immer wieder an Grippe; die „normalen“ Schweinegrippe-Viren werden aber nur sehr selten auf Menschen übertragen – und wenn doch, verbreiten sie sich nachher nicht von Mensch zu Mensch weiter. Das in Mexiko neu aufgetauchte Virus hingegen überträgt sich leicht von Mensch zu Mensch: über Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen oder durch Berührung verunreinigter Oberflächen (etwa der Hände beim Händeschütteln).

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