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Impfaktion in der Schweiz — und wer wird jetzt geimpft?

Am vergangenen Freitag ging es durch die Medien. „Risikopatient bekommt in Schwyz keine Impfung“ titelte etwa die Internetseite der Tagesschau des Schweizer Fernsehens mit Bezug auf die Sendung „Schweiz aktuell“. Berichtet wurde vom 53-jährigen Joseph Schalch. Aufgrund einer durch eine Leukämie bedingte Transplantation von Knochenmark gehört er zu einer Risikogruppe und wäre damit eine der Personen, die als erstes durch eine Impfung geschützt werden sollen.  Aber bei der Suche nach einer Gelegenheit, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen, erlebte er eine Odyssee. Das Universitätsspital Zürich bescheinigte ihm, zu einer Risikogruppe zu gehören, hielt für ihn aber keinen Impfstoff parat. Der Schwyzer Kantonsarzt verweist ihn zum Hausarzt, der zum Zeitpunkt von Schalchs Anfrage allerdings genauso wie die Uniklinik noch keinen Impfstoff besass. Das Spital Lachen, wo Josef Schalch ebenfalls anfragte, besass dagegen Impfstoff, allerdings nur fürs eigene Personal.

Generell sind die Regelungen rund ums Impfen zum jetzigen Zeitpunkt von Kanton zu Kanton unterschiedlich. So berichtete die Tagesschau des Schweizer Fernsehens am vergangenen Donnerstag, dass im Kanton Zug auch Impfwillige mit Kontakt zu Risikogruppen geimpft werden, während Zürich derzeit auch direkten Angehörigen der Risikogruppen die Impfung verweigert. Das Bundesamt für Gesundheit beurteilt das Vorgehen in Zug skeptisch, da es nicht den aktuellen Empfehlungen zur Impfung entspricht. Zug kann aber an seinen Regelungen festhalten. Ob man nun zum jetzigen Zeitpunkt bei Interesse gegen die Schweinegrippe geimpft wird oder nicht, ist und bleibt also zumindest vorerst auch eine Frage des Wohnorts.

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