Kategorien
Werbung









Massenimpfung — Test in Bern

130.000 Impfungen in nur 14 Tagen. So sieht die Aufgabe aus, wenn alle Einwohner der Stadt Bern aufgrund einer sich schnell ausbreitenden gefährlichen Krankheit geimpft werden müssen. Solch eine Aktion wurde jetzt im Kleinen getestet. Der Zeitpunkt des Tests liegt laut Martin Tschumi, dem Bereichsleiter des städtischen Katastrophenschutzes, nur zufällig in der Phase beginnender Impfaktionen gegen die Schweinegrippe.

Beim aktuellen Versuch wurden innerhalb von vier Stunden insgesamt 480 Rekruten der Rekrutenschule in Thun gegen Zeckenbisse geimpft. Der Impfstoff soll gegen die durch Zeckenbisse übertragbaren Krankheiten Borreliose (Lyme-Krankheit) und Meningoenzephalitis (Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute) vorbeugen. Ort der Impfaktion waren vier extra aufgestellte so genannte Impfkojen im Berner Schulhaus Spitalacker. Beim Test ging es darum, die Abläufe einer Impfaktion mit zeitlichem Druck zu prüfen und zu optimieren. Pläne für Massenimpfungen würden seit 2003 bestehen, betonte Martin Tschumi gegenüber der Zeitung „Der Bund“, und distanzierte sich damit nochmals von Vermutungen, die Impfaktion könne mit der aktuellen Schweinegrippe zusammenhängen.

Im Fall einer gefährlichen Infektionskrankheit gäbe es — so die Zeitung „Der Bund“ — fünf Berner Impf-Standorte. Sie lägen in den Schulen Bümpliz, Hochfeld, Manuel, Munzinger und Spitalacker und würden im Ernstfall jeweils drei bis fünf Impfkojen bieten, in denen Menschen geimpft würden. Ein Impfzwang sei, so Tschumi, auch im Ernstfall nicht geplant.

1 Kommentar zu „Massenimpfung — Test in Bern“

  • Regula Heim sagt:

    Hat jetzt nichts mit der Schweinegrippe zu tun. Trotzdem gibt es mir zu denken, wie dilletantisch seitens der Medien mit medizinischen Infomationen umgegangen wird.

    Dieser Artikel ist gespickt mit gefährlichen unwahren Behauptungen.
    1. Eine Impfung gegen Zeckenbisse gibt es nicht. Die Impfung schützt vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), nicht vor Zecken.
    2. Die Impfung ist keine Kombi-Impfung gegen FSME und Borreliose. Die Impfung schützt vor dem FSME-Virus. Gegen Borreliose ist trotz jahrelanger Forschung immer noch kein Impfstoff verfügbar.

    Gefährlich an der Geschichte ist, dass sich die geimpften Personen in falscher Sicherheit wiegen und nicht zum Arzt gehen, wenn sich nach einem Zeckenstich Borreliose-Symptome bemerkbar machen, obwohl die Borreliose die am häufigsten übertragen Zecken-Krankheit ist.

    Weiterhin unbekannt ist, dass es für Borreliose-Patienten in späten Stadien oder für diejenigen, die nach einer Antibiotika-Therapie nicht gesunden, keine medizinische Versorgung gibt. Im Gegenteil, die Patienten werden nicht ernst genommen. Die Ursache ist in der fehlenden zuverlässigen Diagnostik und in fehlenden Langzeitstudien zu finden. Dadurch ist ein seit Jahren herrschender Expertenstreit entstanden. Leider haben immer noch diejenigen Wissenschaftler das Sagen, die behaupten, eine Borreliose sei harmlos, mit Antibiotika gut behandelbar und chronische Verläufe selten. Natürlich alles ohne zuverlässige Datenlage. Es ist einfach, zu behaupten, chronische Gesundheitsschäden durch eine Krankheit seien selten, wenn sämtliche Patienten, die nicht gesunden als psychisch krank klassifiziert werden.

    Prävention ist weiterhin wichtig. Die Borreliose-Prävention basiert nicht auf einer Impfung sondern auf drei Säulen:
    - Zeckenstiche vermeiden
    - Absuchen und Zecken rasch entfernen
    - Symptome erkennen

Kommentieren

Pandemie SET
Jetzt Grippe-SET bestellen!
Schweinegrippe
Suchen