Aargau impft gegen die Schweinegrippe
Im Kanton Aargau haben die Impfaktionen gegen die Schweinegrippe begonnen. So bekam etwa das Kantonsspital Baden nach Informationen der Aargauer Zeitung am gestrigen Dienstag insgesamt 230 Dosen des Impfstoffs Pandemrix. Zu den ersten, denen der Impfstoff im Rahmen der Aargauer Impfaktion zur Verfügung steht, gehören all denjenigen, die Patientenkontakte haben: also Pfleger, Schwestern und Ärzte beiderlei Geschlechts. Für Kinder und Schwangere stünde der Impfstoff „Focetria“ zur Verfügung.
Die Verteilung der jetzigen Impfstoff-Lieferung wurde vom Kantonsärztlichen Dienst und vom Ärzteverband organisiert. Nach Angaben der Aargauer Zeitung haben Kinderärzte im Kanton jeweils 100 Dosen Focetria erhalten und Gynäkologen seien mit jeweils 80 Dosen versorgt worden. In den Kantonsspitälern Baden und Aarau stünden jeweils 1.500 und in den regionalen Spitälern jeweils 200 Dosen zur Verfügung. Insgesamt gelten die Vorräte für Kinder als knapp; zudem könnte es sein, dass Focetria nicht mehr nachgeliefert wird. Die Hoffnungen ruhen daher auf der Zulassung eines neuen, weiteren Impfstoffs. Beim Impfstoff Pandemrix für Erwachsene sieht die Verteilung im Kanton Aargau nach Aargauer Zeitung wie folgt aus: Hausärzte hätten siebzig Dosen bekommen, Spezialärzte zehn und alle Spitäler insgesamt 4.400 Dosen. Mit neuen Impfstoff-Lieferungen wird im Dezember gerechnet.
Angekommen ist die Schweinegrippe inzwischen in der Gemeinde Würenlingen im Kanton Aargau. Dort sollen etwa acht Schulkinder erkrankt sein. Das bestätigte der Schulleiter Erwin Egli gegenüber der Aargauer Zeitung.


Wie ist denn die obige Aussage zu interpretieren, wonach die Hausärzte im Kanton Aargau 70 Dosen erhalten hätten?
Schönfärberei?
Während in anderen Kantonen die Hausärzte offensichtlich schon seit Tagen fleissig impfen, wartet mein Hausarzt in Brugg heute,den 16.11.09, immer noch auf den Impfstoff….. So jedenfalls habe ich die Arztpraxishelferin verstanden.
Ein möglicher Impftermin konnte sie mir nicht sagen. Ich solle nächsten Montag, den 23.11.09 nochmals anrufen…..
Ich kann diese Aussage leider nur bestätigen. Nachdem ich am letzten Montag einen Impftermin hatte (und von der Arbeit dazu dispensiert wurde), sagte man mir in der Arztpraxis nach meiner Ankunft, der Impfstoff sei noch nicht gekommen….. Den nächsten – provisorischen – Impftermin hätte ich dann am Freitag oder – nachdem ich sagte, dass ich diese Woche sicher nicht nochmals für das Gleiche am Arbeitsplatz fehlen könne – am Samstag bekommen. An andern Tagen würde nicht geimpft. Punkt.
Das war mir zuviel, da ich von meinen in einem andern Kanton lebenden Eltern bereits wusste, dass sie und sämtliche (älteren) Nachbarn beits das Aufgebot für die Impfung bekommen hätten. Ich meldete mich bei meinem Lungenspezialisten in diesem Kanton an, wo mir die Praxisangestellte bereits am Telefon erklärte, ich könne für die Impfung zu jeder Zeit kommen, sie seien ja da….
Warum diese Unterschiede? Will der Kanton Aargau warten mit der Impfung, bis die Leute krank werden? Wenn andere Kantone den Impfstoff bereits für alle bereit haben, sollte dies doch auch im Kanton Aargau möglich sein. Der Bund soll ihn ja an an alle Kantone verteilt haben. Ich kann nicht nachvollziehen, was hier schief läuft.
Vor etwa zwei Wochen schickte ich zudem ein Mail an den kantonsärztlichen Dienst, weil ich noch keinen “Hausarzt” im Kanton Aargau habe, und fragte, wo ich mich impfen könne. Eine Antwort habe ich nie bekommen. Anweisungen an die Bevölkerung, wohin sie sich wenden kann, habe ich auf der Homepage des kantonsärztlichen Dienstes nicht gefunden. Wo ist hier der kundenfreundliche und bürgernahe Umgang geblieben? Über der Organisation der Impfung im Kanton Aargau konnte ich keinen guten Eindruck gewinnen.