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Archiv für November 2009

Jetzt kommt Maskenzwang für Impfmuffel!

Das Pflegeperson und die Krankenschwestern sind nachweislich schwere Impfmuffel.

Das ist schon seit längerer Zeit bekannt von ähnlichen Impfungen wie der Schweinegrippe Impfung. Gerade jetzt in Zeiten von H1N1 ist das offenbar nicht anders. Nur 25 Prozent der Pflegenden sollen derzeit gegen die Schweinegrippe geimpft sein.

Müssen sich nun Angestellte im Gesundheitsbereich auf Zwangsmassnahmen einstellen? Fackt ist, es ist vom Gesetz her heute absolut unmöglich, eine Person zu einer Impfung zu zwingen. Das gilt auch für das gesamte Gesundheitspersonal. Dazu kann niemand ohne ausdrücklichen Wunsch gezwungen werden. Rein juristisch gesehen gilt eine Spritze gar als Körperverletzung, also ist an Zwangsmassnahmen nicht zu denken.

Fazit: Tatenlos zusehen müssen weder Spitäler noch andere Gesundheitszentren. Es gibt z.B. die Möglichkeit dem Personal vorzuschreiben während einer solchen Zeit mit einem hohen Risiko sich zu infizieren Schutzmasken zu tragen! Schutzmasken sind 100% sinnvoll und in keiner Art und Weise Gesundheitsschädigend oder mit Nachwirkungen verbunden.

Deshalb gilt, wer sich und andere schützen will muss nicht zwingend an eine Impfung sondern trägt sicher und schützend Schutzmasken!

Online einkaufen und Ansteckungsgefahr minimieren bei Schweinegrippe Pandemie

migros-150x150Sollte die Schweinegrippe in den nächsten Tagen tatsächlich, wie zum Teil vom Bund erwartet über die Schweiz fegen, so wird sich auch bei unserem Einkaufsverhalten einiges ändern. Es ist davon auszugehen, dass bei Eingängen von Supermärkten wie Migros und Coop Schutzmasken abgegeben werden. Es besteht auch die Möglichkeit das man Hände bei den Eingängen der Einkaufszentren desinfizieren muss.

Es ist allerdings bei einer Schweinegrippe Pandemie davon auszugehen, dass die Ansteckungsgefahr im Öffentlichen Leben, insbesondere in den Einkaufszentrem und Öffentlichen Verkehrsmittel besonders gross ist. Es wird in diesem Falle dringend geraten die Öffentlichkeit so weit es geht zu meiden.

Beim Einkaufen können sie sich auf Migros & LeShop verlassen. Der Online Supermarkt von Migros / LeShop ist auf einen grossen Kundenanstrum vorbereitet. Schützen sie sich und lassen sie sich die Lebensmittel bequem und mit kleinster Ansteckungsgefahr direkt nach Hause liefern.

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Pandemrix, Focetria und Celtura — drei Impfstoffe im Kurz-Vergleich

Celtura heisst der dritte in der Schweiz zugelassene Impfstoff gegen die Schweinegrippe. Er kann jetzt neben den bereits zugelassenen Impfstoffen Pandemrix und Focetria für Impfaktionen verwendet werden. Alle drei Impfstoffe basieren auf winzigen Teilen von H1N1-Virenhüllen, aus denen die für den Impfstoff verwendeten Viren gezüchtet werden. Sie zählen damit zu den so genannten Teilpartikel-Impfstoffen. Ihnen gegenüber stehen Impfstoffe wie Celvapan, bei denen komplette Virenhüllen für die Züchtung der bei der Impfung verwendeten Viren genutzt werden. Im Prinzip geschieht beim Impfen stets dasselbe: Virenteile oder abgeschwächte Viren werden in den Körper injiziert, sodass der Körper angeregt wird, Antikörper gegen das Virus zu bilden. Falls später echte Viren in den Körper gelangen, ist der Körper dann schneller in der Lage, die Viren wirksam anzugreifen.

Alle drei nun in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe sind Impfstoffe mit Adjuvantien (Wirkungsverstärkern). Die sollen das Immunsystem reizen und anregen und so eine Impfung mit weniger Impfstoff ermöglichen. Wirkungsverstärker stehen teils jedoch in der Kritik, weil sie möglicherweise die Nebenwirkungen einer Impfung steigern. Der wesentliche Unterschied zwischen Pandemrix und Focetria auf der einen und Celtura auf der anderen Seite liegt in der Art und Weise, wie die benötigten Viren gezüchtet werden. Sowohl bei Pandemrix als auch bei Focetria werden die benötigten Viren in Hühnereiern gezüchtet. Das bedeutet, dass etwa Menschen mit einer Eiweiss-Allergie auf diese Impfstoffe verzichten sollten. Celtura ist dagegen ein Impfstoff, dessen Wirkstoff auf Zellkulturen gezüchtet wird und der damit auch für Eiweiss-Allergiker geeignet ist.

Impfaktion in der Schweiz — und wer wird jetzt geimpft?

Am vergangenen Freitag ging es durch die Medien. „Risikopatient bekommt in Schwyz keine Impfung“ titelte etwa die Internetseite der Tagesschau des Schweizer Fernsehens mit Bezug auf die Sendung „Schweiz aktuell“. Berichtet wurde vom 53-jährigen Joseph Schalch. Aufgrund einer durch eine Leukämie bedingte Transplantation von Knochenmark gehört er zu einer Risikogruppe und wäre damit eine der Personen, die als erstes durch eine Impfung geschützt werden sollen.  Aber bei der Suche nach einer Gelegenheit, sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen, erlebte er eine Odyssee. Das Universitätsspital Zürich bescheinigte ihm, zu einer Risikogruppe zu gehören, hielt für ihn aber keinen Impfstoff parat. Der Schwyzer Kantonsarzt verweist ihn zum Hausarzt, der zum Zeitpunkt von Schalchs Anfrage allerdings genauso wie die Uniklinik noch keinen Impfstoff besass. Das Spital Lachen, wo Josef Schalch ebenfalls anfragte, besass dagegen Impfstoff, allerdings nur fürs eigene Personal.

Generell sind die Regelungen rund ums Impfen zum jetzigen Zeitpunkt von Kanton zu Kanton unterschiedlich. So berichtete die Tagesschau des Schweizer Fernsehens am vergangenen Donnerstag, dass im Kanton Zug auch Impfwillige mit Kontakt zu Risikogruppen geimpft werden, während Zürich derzeit auch direkten Angehörigen der Risikogruppen die Impfung verweigert. Das Bundesamt für Gesundheit beurteilt das Vorgehen in Zug skeptisch, da es nicht den aktuellen Empfehlungen zur Impfung entspricht. Zug kann aber an seinen Regelungen festhalten. Ob man nun zum jetzigen Zeitpunkt bei Interesse gegen die Schweinegrippe geimpft wird oder nicht, ist und bleibt also zumindest vorerst auch eine Frage des Wohnorts.

Worst-Case-Szenario mit 7.700 Toten

Laut Pandemieplan des Schweizer Bundesamts für Gesundheit könnte es in der Schweiz durch die Schweinegrippe zu jeweils 100 Todesopfern auf 100.000 Schweizer kommen. Das wären dann insgesamt 7.700 Schweinegrippeopfer in der Schweiz. Normale Grippewellen fordern pro Jahr etwa 400 bis 1.000 Tote. Die grösste Zahl an Schweinegrippe-Opfern hätte den Hochrechnungen zufolge Zürich mit 1.300 Toten zu beklagen, gefolgt von Bern mit 1.000 Toten. Auf Nachfrage der Zeitung Blick.ch relativierte der Leiter des Pandemieplans Professor Werner Wunderli die Zahlen für die Schweinegrippe jedoch. Es handele sich bei den Prognosen um Worst-Case-Szenarien. Man habe ihnen die Annahme einer komplett ungeimpften Bevölkerung zugrunde gelegt.

Wunderli sprach sich in Blick.ch deshalb nochmals vehement für die Schweinegrippe-Impfung aus. Wie sehr die Impfaktionen die Schweinegrippe in der Schweiz eindämmen, hänge — so Wunderli — von der Anzahl derer ab, die sich impfen lassen. Liesse sich jeder zweite Schweizer impfen, könnte die Schweinegrippe zumindest gebremst werden, so Wunderli. Läge die Impfrate bei 80%, rechnet er damit, dass sich die Ausbreitung der Krankheit verhindern lässt. Diesen Zahlen stehen derzeit etwa nur 20% der Schweizer gegenüber, die sich tatsächlich impfen lassen möchten. Insgesamt sind, so die Zeitung Blick.ch, 2009 bisher 800 Menschen in ganz Europa an der Schweinegrippe gestorben.

Schweingrippe für Cabanas, Quarantäne für Klose

Seit gestern ist es publik: Ricardo Cabanas vom Grasshopper Club Zürich hat die Schweinegrippe und konnte deshalb nicht am Spiel gegen Bellinzona teilnehmen. Nach Angaben in der Online-Ausgabe von „20 Minuten“ befindet sich die Krankheit beim Spieler aber bereits wieder auf dem Rückzug. So soll Cabanas, falls nichts dazwischenkommt, am Ende der Woche wieder trainieren. Voraussetzung dafür ist eine komplette Beschwerde- und Symptomfreiheit des Spielers. Die Physiotherapeuten des Vereins wurden derweil aufgefordert, besonderes Augenmerk auf mögliche Grippe-Symptome bei anderen Spielern zu richten. Insgesamt bleiben die Grasshoppers jedoch gelassen. Ob die Spieler gegen die Schweinegrippe geimpft werden, werde entschieden, sobald der Impfstoff in der Schweiz zur Verfügung stehe. Eine Impfung gegen die normale saisonale Grippe fand bei den Grasshoppers bereits statt. In Quarantäne befindet sich derzeit der deutsche Fussballer Miroslav Klose vom FC Bayern München und das, obwohl er selbst gar nicht an der Schweinegrippe erkrankt ist. Da die Krankheit aber bei seinen beiden Söhnen festgestellt wurde, wurden er, seine Frau und seine beiden Söhne isoliert. Bereits im Sommer hatte die Schweinegrippe den bekannten Schweizer Eiskunstläufer Stephan Lambiel in Japan erwischt. Vitamine sollen ihm damals wieder auf die Beine geholfen haben.

Aargau impft gegen die Schweinegrippe

Im Kanton Aargau haben die Impfaktionen gegen die Schweinegrippe begonnen. So bekam etwa das Kantonsspital Baden nach Informationen der Aargauer Zeitung am gestrigen Dienstag insgesamt 230 Dosen des Impfstoffs Pandemrix. Zu den ersten, denen der Impfstoff im Rahmen der Aargauer Impfaktion zur Verfügung steht, gehören all denjenigen, die Patientenkontakte haben: also Pfleger, Schwestern und Ärzte beiderlei Geschlechts. Für Kinder und Schwangere stünde der Impfstoff „Focetria“ zur Verfügung.

Die Verteilung der jetzigen Impfstoff-Lieferung wurde vom Kantonsärztlichen Dienst und vom Ärzteverband organisiert. Nach Angaben der Aargauer Zeitung haben Kinderärzte im Kanton jeweils 100 Dosen Focetria erhalten und Gynäkologen seien mit jeweils 80 Dosen versorgt worden. In den Kantonsspitälern Baden und Aarau stünden jeweils 1.500 und in den regionalen Spitälern jeweils 200 Dosen zur Verfügung. Insgesamt gelten die Vorräte für Kinder als knapp; zudem könnte es sein, dass Focetria nicht mehr nachgeliefert wird. Die Hoffnungen ruhen daher auf der Zulassung eines neuen, weiteren Impfstoffs. Beim Impfstoff Pandemrix für Erwachsene sieht die Verteilung im Kanton Aargau nach Aargauer Zeitung wie folgt aus: Hausärzte hätten siebzig Dosen bekommen, Spezialärzte zehn und alle Spitäler insgesamt 4.400 Dosen. Mit neuen Impfstoff-Lieferungen wird im Dezember gerechnet.

Angekommen ist die Schweinegrippe inzwischen in der Gemeinde Würenlingen im Kanton Aargau. Dort sollen etwa acht Schulkinder erkrankt sein. Das bestätigte der Schulleiter Erwin Egli gegenüber der Aargauer Zeitung.

Massenimpfung — Test in Bern

130.000 Impfungen in nur 14 Tagen. So sieht die Aufgabe aus, wenn alle Einwohner der Stadt Bern aufgrund einer sich schnell ausbreitenden gefährlichen Krankheit geimpft werden müssen. Solch eine Aktion wurde jetzt im Kleinen getestet. Der Zeitpunkt des Tests liegt laut Martin Tschumi, dem Bereichsleiter des städtischen Katastrophenschutzes, nur zufällig in der Phase beginnender Impfaktionen gegen die Schweinegrippe.

Beim aktuellen Versuch wurden innerhalb von vier Stunden insgesamt 480 Rekruten der Rekrutenschule in Thun gegen Zeckenbisse geimpft. Der Impfstoff soll gegen die durch Zeckenbisse übertragbaren Krankheiten Borreliose (Lyme-Krankheit) und Meningoenzephalitis (Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute) vorbeugen. Ort der Impfaktion waren vier extra aufgestellte so genannte Impfkojen im Berner Schulhaus Spitalacker. Beim Test ging es darum, die Abläufe einer Impfaktion mit zeitlichem Druck zu prüfen und zu optimieren. Pläne für Massenimpfungen würden seit 2003 bestehen, betonte Martin Tschumi gegenüber der Zeitung „Der Bund“, und distanzierte sich damit nochmals von Vermutungen, die Impfaktion könne mit der aktuellen Schweinegrippe zusammenhängen.

Im Fall einer gefährlichen Infektionskrankheit gäbe es — so die Zeitung „Der Bund“ — fünf Berner Impf-Standorte. Sie lägen in den Schulen Bümpliz, Hochfeld, Manuel, Munzinger und Spitalacker und würden im Ernstfall jeweils drei bis fünf Impfkojen bieten, in denen Menschen geimpft würden. Ein Impfzwang sei, so Tschumi, auch im Ernstfall nicht geplant.

Grippe-Trends analysieren mit Google

fluGoogle hat festgestellt, dass die Häufigkeit bestimmter Suchbegriffe Anhaltspunkt für die Häufigkeit von Grippeerkrankungen sein kann. Für Google Grippe-Trends werden Daten der Google-Suche gesammelt und ausgewertet. Auf Grundlage der Ergebnisse wird anschließend nahezu in Echtzeit die Häufigkeit von Grippeerkrankungen geschätzt.

Woche für Woche suchen Millionen von Nutzern auf der ganzen Welt online nach Informationen zum Thema Gesundheit. Erwartungsgemäß gibt es während der Grippezeit häufiger Suchanfragen zur Grippe und während des Pollenflugs mehr allergiebezogene Anfragen sowie im Sommer mehr Anfragen zum Thema Sonnenbrand. Sie können derartige Suchvolumenmuster mit Google Insights for Search genauer analysieren. Aber können Trends bei Suchanfragen tatsächlich als Basis für akkurate und zuverlässige Modelle von Phänomenen, die im echten Leben vorkommen, dienen?

Unsere Beobachtungen haben gezeigt, dass es einen engen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Suchanfragen zum Thema Grippe und der Anzahl der Personen mit Grippesymptomen gibt. Natürlich ist nicht jede Person, die nach dem Begriff “Grippe” sucht, tatsächlich krank, aber wenn man alle grippebezogenen Suchanfragen zusammenfasst, ergibt sich ein Muster. Wir haben die Anzahl der Suchanfragen mit den Ergebnissen traditioneller Grippeüberwachungssystemen verglichen und herausgefunden, dass bestimmte Suchanfragen besonders während der Grippezeit gestellt werden. Durch die Zählung dieser Suchanfragen können wir schätzen, wie häufig die Grippe in bestimmten Ländern und Regionen weltweit auftritt. Unsere Ergebnisse wurden in der Zeitschrift “Nature” veröffentlicht.

Google Flu-Trends für die Schweiz  >>>

Schweinegrippe — zwischen Panikmache und Nüchternheit

Noch in der vergangenen Woche klang es so, als stünde die Ukraine aufgrund der Schweinegrippe kurz vor dem Ausnahmezustand. Anfang dieser Woche wurde alles relativiert. Viktor Juschchenko, Präsident des Landes, sprach mit einem Mal davon, dass die Krankheit  in der Ukraine nicht schlimmer sei als anderswo und Regierungschefin Julia Timoschenko sprach davon, dass die Situation weniger schlimm sei als von Behörden und Medien dargestellt. Teils sei von hunderttausenden oder gar Millionen von erkrankten Menschen die Rede gewesen. Die konkreten Zahlen sehen wohl weitaus nüchterner aus: Nach Julia Timoschenko soll es derzeit in der Ukraine 32.448 Menschen geben, die an irgendeiner Form der Grippe erkrankt sind, und wohl nur 65 nachgewiesene Schweinegrippe-Fälle. An der Schweinegrippe seien bisher vierzehn Menschen in der Ukraine gestorben.

Die Situation in der Ukraine zeigt, wie sehr der Umgang mit Pandemien zwischen nüchterner Einschätzung und Panikmache pendelt. In Deutschland äusserte sich dazu etwa die Virologin Barbara Gärtner, ein Mitglied im Pandemie-Team des Robert-Koch-Instituts, im Interview mit der Saarbrücker Zeitung. Man schwanke derzeit zwischen „grosser Sorge und Gelassenheit“, sagte sie im Interview. Sie selbst habe im Sommer noch an die Harmlosigkeit der Schweinegrippe geglaubt, sei sich nun aber nicht mehr so sicher. Sie rät zur Impfung gegen die Krankheit.

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