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Schweinegrippe: ungewöhnlich schnelle Ausbreitung

Laut Angaben der WHO breitet sich, anders als bei anderen Virusinfektionen, der Schweinegrippevirus bedeutend schneller aus. Die Schweinegrippe geht ähnlich mit den Symptomen einer üblichen Grippe einher und äußert sich in Müdigkeit, Fieber, Appetitlosigkeit und Husten. Zudem klagen einige Patienten auch über Übelkeit, Erbrechen, Halsschmerzen, Schnupfen und Durchfall. Endgültige Gewissheit kann jedoch nur eine Laboruntersuchung geben.

Die Inkubationszeit, das heißt der Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbrechen der Krankheit, ist sehr kurz. Bei einigen Infizierten bricht die Krankheit bereits innerhalb von wenigen Stunden aus. Am häufigsten kommt die Krankheit innerhalb von drei Tagen zum Ausbruch. Eine Ansteckung ist während dieser Zeit bereits erfolgt, was darauf zurückzuführen ist, dass die Ausscheidung der Viren über die im Nasen-Rachen-Raum liegenden Schleimhäute verläuft. In der Regel dauert diese Ausscheidung etwa sieben Tage, wobei sie bei bereits geschwächten Menschen durchaus länger andauern kann.

Nach Informationen der WHO-Chefin Margaret Chan legt der als A/H1N1 bezeichnete Erreger in einem Zeitraum von einer Woche eine Strecke zurück. Andere Viren hingegen benötigen sechs Wochen, und so kommt Chan zu dem Ergebnis, dass die Verbreitung des Schweinegrippevirus unglaublich schnell vorangehe. Zudem sei besorgniserregend dass es laut Chan bei den Todesopfern um 40 Prozent junger und gesunder Erwachsener handele.

Nach fünf bis sieben Tagen führt das durch das Virus verursachte Fieber zum Tod. Vorerkrankungen lagen bei 60 Prozent der Todesfälle vor. Seit Ausbruch der Schweinegrippe sind bereits 2180 Menschen diesem Virus zum Opfer gefalen.

Chan geht davon aus, dass nicht ausreichend Impfstoff gegen die Schweinegrippe in den kommenden Monaten zur Verfügung stehe. Hergestellt können im Jahr 900 Millionen Impfdosen, bei einer Weltbevölkerung von etwa 6,9 Milliarden Menschen reiche jedoch bei weitem nicht aus.

Weiterhin betonte die WHO-Chefin, dass es auch bei einer schnelleren Entwicklung der Impfstoffe außer Frage stünde, dass infolge dessen hinsichtlich der Qualität Kompromisse erforderlich seien. Beschleunigt werden können allenfalls die Verwaltungsvorgänge hinsichtlich der Schnellverfahren zur Zulassung.

Zwar sind in der südlichen Hemisphäre, so laut WHO, die Erkrankungen an Schweinegrippe rückläufig, allerdings ist für die nördliche Hemisphäre eine zweite Welle sehr wahrscheinlich, so WHO-Sprecher Gregory Hart. Ein noch heftigerer Verlauf könne weitaus noch heftiger verlaufen, da hierbei die Gefahr der Ansteckung unterUmstände noch massiver verlaufen werde.

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