Bald 1 Million Schweinegrippe infizierte!
Aus Brüssel wird gemeldet, dass die EU einen dramatischen Anstieg der Todesfälle, die durch das Schweinegrippe Virus verursacht werden, erwartet. Schon jetzt sind in Europa 24.200 Personen an Schweinegrippe erkrankt. Aber im Herbst, wenn die Bevölkerung besonders anfällig gegen Grippeviren ist, könnten es sehr viel mehr werden.
Steigen die Infektionen rasant an, ist auch damit zu rechnen, dass die Todesfälle in Verbindung mit der Schweinegrippe ansteigen. Zahlen werden noch nicht prognostiziert, aber es ist davon auszugehen, dass kein Land in Europa verschont bleiben wird. Dessen ist sich Jo Leinen, der Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Europäischen Parlament ist, sichert. Besonders in Spanien sind jetzt schon in einigen Touristenhochburgen regelrechte Seuchen ausgebrochen.
Jo Leinen sagt auch, dass der Impfstoff zu spät kommt. Es sollen 150 Millionen Menschen in Europa mit dem Impfstoff gegen das Virus der Schweinegrippe versorgt werden, aber wenn dieser erst im Spätherbst zur Verfügung steht, kann es vielleicht für viele Menschen zu spät sein.
Die Kosten für die geplante Massenimpfung sind hoch. Nach Schätzungen Leinens könnten in etwa zwei bis drei Milliarden Euro zusammenkommen. Aber abgesehen von den hohen Kosten gibt es bisher nur wenige Pharmahersteller, die bereitstehen, um dem Impfstoff in diesen Größenordnungen zu produzieren und einige der Mitgliedländer der EU, denen es aufgrund der weltweiten Finanzkrise ohnehin schlecht geht, sind kaum in der Lage den Impfstoff in Größenordnungen zu bezahlen.
Wolfgang Becker-Brüser, ein Arzt und gleichzeitig Herausgeber des pharmakritischen „Arznei-Telegramms“ kritisiert die geplante Massenimpfung gegen die Schweinegrippe. In einem Interview gegenüber dem Nachrichtenmagazin der Spiegel sagte er, dass diese Impfung ein Großversuch an der Bevölkerung sei. Aufgrund der Kürze der Zeit mussten die Sicherheitstests der Musterimpfstoffe nicht so umfangreich sein, wie das allgemein üblich ist.
Es mussten nur häufige Nebenwirkungen, die bei einem von 100 geimpften Personen auftreten, erkannt werden. Das heißt, wenn wie vorgesehen 25 Millionen Deutsche geimpft werden, dass etwa 250.000 Menschen theoretisch eine schlimme Reaktion auf die Impfung erleiden könnten, ohne dass das in den im Vorfeld gefertigten Sicherheitsstudien bemerkt worden wäre.

