Keine Gefahr für die Street Parade in Zürich
Bei der diesjährigen Züricher Street Parade, besteht kein größeres Risiko an der Schweinegrippe zu erkranken.
Bei der am 08. August stattfindenden Street Parade in Zürich, besteht nach Aussagen von kantonalen Behörden und zahlreichen Zürcher Ärzten, keine größere Ansteckungsgefahr für Schweinegrippe, als im ganz normalen Alltag auch. Auch die Sprecherin der Gesundheitsdirektion sagte, ”wir sind weit davon entfernt, die Street Parade abzusagen” und verwies damit auf die Lagebeurteilung des Bundes, wonach die Schweinegrippe die Schweiz noch nicht im Griff habe.
Die Veranstalter und Organisatoren, sind über verschiedene Medien und deren Panikmacherei zurzeit sehr verärgert. So schrieb zum Beispiel der ”Blick” in seiner Ausgabe vom 30. Juli, dass tausende von britischen Ravern bei dieser Street Parade zu ”unkontrollierbaren Schweinegrippe-Schleudern” mutieren könnten, da es in England in nur sieben Tagen zu 100.000 Neuansteckungen gekommen sei und das mit einer weiteren rasanten Zunahme zu rechnen sei. Das Blatt zitierte weiter eine Aussage des Immunologie-Professors Beda Stadler, wobei nach seinen Aussagen das Bundesamt für Gesundheit zu jeder Zeit parat sein müsse, solch eine Großveranstaltung wie die Street Parade abzusagen, wenn es nötig wäre sogar noch einen Tag vorher.
Der Organisatoren-Sprecher Stefan Epli sagte, dass mit diesen Schlagzeilen nur Panik geschürt würde und das zur Street Parade in Zürich, sowieso immer nur einige Hundert Briten erschienen. Dies habe eine repräsentative Umfrage vor ein paar Jahren bei etwa 1000 Ravern ergeben. Epli weiter, würde man diese Street Parade wirklich abgesagen, dann müsste man auch konsequent sein und alle Örtlichkeiten abriegeln, wo sich täglich hunderte Menschen tummeln, wie zum Beispiel auf dem Hauptbahnhof oder auf den Flughäfen. Zudem habe der Bund auch keinerlei speziellen Empfehlungen für den Raver-Event abgegeben.
Natürlich empfehlen die Organisatoren jedem Raver zu Hause zu bleiben, sollten sie sich krank fühlen, aber laut Stefan Epli würde diese Empfehlung jedes Jahr ausgesprochen.
Die Verängstigung nimmt zu
Ein Zürcher Mediziner, der namentlich nicht genannt sein möchte, schätzt diese Großveranstaltung ebenfalls als unproblematisch ein. Seine Meinung, da die Street Parade unter freiem Himmel stattfinde, wirke die Sonne als Desinfektionsmittel und die Viren würden schneller abgetötet werden, als in geschlossenen Räumen. Die Ansteckungsgefahr sei in Kinderkrippen viel höher. Auch der Zürcher CVP-Gemeinderat und Hausarzt Josef Widler sieht bei dieser Veranstaltung kein größeres Risiko. Zwar wolle er die Situation nicht beschönigen, aber die medialen Berichterstattungen über die Schweinegrippe trügen nicht zur Beruhigung der Bevölkerung bei.
Die Angst unter der Bevölkerung werde immer größer sagte er, zu ihm kämen immer häufiger tief besorgte Patienten in die Praxis, die unter leichten Kopfschmerzen und erhöhter Temperatur klagten.

