Kampf gegen die Schweinegrippe mit Beat Schlatter
Das neue Motto einer Informationsaktion des Bundes lautet „Die Pandemie kommt – und das ist kein Witz“. Durch das BAG wird die Information der Bevölkerung über die Schweinegrippe verstärkt. In Fernsehspots und im Internet wird unter der Überschrift „gemeinsam gegen die Grippe“ informiert und aufgeklärt und Swissmedic veröffentlicht spezielle Empfehlungen für die Verhaltensweisen der Schwangeren und Kleinkinder, die nicht mit Tamiflu behandelt werden sollten.
Die Kampagne startet früher als ursprünglich geplant war, weil durch die Ferienrückkehrer mit einem Anstieg der Infektionen zu rechnen ist und das Bedürfnis nach Informationen in der Bevölkerung hoch sein. Die Kosten dieser außergewöhnlichen Kampagne werden mit rund drei Millionen Franken beziffert.
Information mit Humor
Zum Auftakt stehen witzige Fernsehspots im Vordergrund, mit deren Hilfe die Bevölkerung in mehreren Sprachen für das Thema sensibilisiert wird. So mahnt in der deutschen Version der Komiker Beat Schlatter, dass die Schweinegrippe die halbe Schweiz ins Bett bringen könne. Er rät den Menschen, sich häufiger die Hände zu waschen und bei Grippesymptomen und Fieber besser gleich zuhause zu bleiben. Ein ernstes Thema, das aber gerade in dieser Phase auch humorvoll angegangen werden kann, entsprechend wurde auch die Internetseite www.pandemia.ch überarbeitet.
Es wird darauf verwiesen, dass ab dem 01. August das Grippemedikament Tamiflu für die Anwendung bei Schweinegrippe für spezielle Risikopatienten kassenpflichtig wird. Auch Kleinkinder und Schwangere könnten in Einzelfällen unter ärztlicher Kontrolle unter Umständen mit Tamiflu oder Relenza behandelt werden. Der Arzt muss Risiko und Nutzen einer solchen Behandlung genau abwägen, Babys müssen während einer Behandlung mit diesen Medikamenten medizinisch überwacht werden.
Bis zum Nachmittag des 27. Juli wurden in der Schweiz laut BAG insgesamt 380 Fälle von Schweinegrippe auch labortechnisch bestätigt, das sind wieder 31 mehr als vergangenen Freitag. Bei all den gezählten Fällen haben sich 257 Menschen im Ausland mit dem Virus infiziert und etwa 83 in der Schweiz. Auf die Erstellung einer Liste, die Länder und Gebiete mit erhöhter Ansteckungsgefahr beinhaltet wird jetzt verzichtet. Es ist davon auszugehen, dass Menschen, die ins Ausland fahren grundsätzlich einem höheren Risiko ausgesetzt seien, sich mit der Schweinegrippe zu infizieren.

