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Der Irrtum der Pharmamultis

Es hat sich leider zum Nachteil für die Bevölkerung in der Schweiz herausgestellt, dass die Schweinegrippe sich schneller ausbreitet als gedacht. Somit kann davon ausgegangen erden, dass die geforderten Impfstoffe nicht ausreichen werden. Die pharmazeutische Industrie steht nun im Kreuzfeuer der Kritik, denn ob sie liefern kann, steht noch nicht hundertprozentig fest.

Im engeren Sinn geht es hierbei um die Pharmagiganten Glaxo Smith Kline und Novartis, bei denen immerhin 13 Millionen Dosen des Impfstoffes gegen H1N1 bestellt worden sind. Dies würden für jeden Bürger der Schweiz zwei Spritzen Impfstoff ausmachen, der hier zur Bekämpfung notwenig werden wird, der mit einem finanziellen Aufwand von 84 Millionen Franken einhergeht. Die Impfdosen kommen aber et im September in die Schweiz und die Experten befürchten hier schon mit einem Ausbruch der Pandemie in der Schweiz, was den Einsatz der Impfdosen würde für sehr viele Bürger viel zu spät kommen. Folglich wird man dann aber auch mit einer erhöhten Anzahl von Infizierten zu rechen haben, die dann ohne rechtzeitigen Impfstoff allerdings zu Tode kommen werden, denn der Impfstoff wirkt erst nach 14 Tagen.

Man kann einfach nicht wie vorgesehen, wöchentlich 94,5 Millionen H1N1 Dosen des Impfstoffes herstellen, die Höchstmenge bemessen die Giganten mit ungefähr nur 31,5 Millionen Dosen, die selbstredend nicht ausreichen werden, um alle Bürger in der Schweiz mit ausreichend Impfstoff zu versorgen. Immerhin wurden weltweit, laut Weltgesundheitsorganisation, 1,8 Milliarden Dosen Impfstoff bestellt und das nun gerade die Schweiz ihre geforderte Menge bekommt ist weitestgehend unwahrscheinlich. Die schlechte Ausgangslage lässt sich grundsätzlich mit der veralteten Herstellungsmethode erklären, denn die Züchtung der Antigen, erfolgt immer noch im Hühnereiweiß, und dies dauert eben bis zu 6 Monaten. Hierbei handelt es sich um ein biologisches Verfahren und gerade bei einem solchen Verfahren gibt es verschieden viele Variablen zu beachten. Sicher sind die Hersteller des H1N1 Impfstoffes zuversichtlich, aber sie sind auch sehr realistisch, was die Einhaltung des Termins anbelangt und auch, wie groß die Impfstoffausbeute überhaupt sein wird. Erst danach kann ermittelt werden, wie viel Impfstoff gegen die Schweinegrippe für die Schweiz überhaut zur Verfügung gestellt werden kann. Weiterhin soll der Impfstoff auch mit einer Zellkultur hergestellt werden, allerdings wird dies in der Zukunft erfolgen.

Es muss auf jeden Fall etwas geschehen, denn wenn die Infizierungen so schnell wie in England voranschreiten, hat die Schweiz ein sehr großes Problem, denn der Virus breitet sich schneller aus, als gedacht.

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