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Mit Gesichtsmaske und Mundschutz zum Einkaufen?

Immer wieder tauchen in der Schweiz neue Fälle von Schweinegrippe auf und man fürchtet, dass die Krankheit im Herbst noch umfangreichere Ausmaße annehmen wird. Eine Schweinegrippe-Pandemie würde das Land hart treffen, doch bereits jetzt werden entsprechende Vorkehrungen getroffen, um im Ernstfall sinnvoll reagieren zu können – so auch in den großen Einkaufszentren von Migros und Coop.

Auch wenn große Teile der Bevölkerung erkranken, muss doch die Versorgung mit Lebensmitteln weiterhin sichergestellt sein. Gar nicht so einfach, vor allem bei allen offenen Lebensmitteln, die besondere hygienische Sorgfalt erfordern. Laut Sprecherin Susanne Sugimoto-Erdös wird Coop die Vielfalt der Produkte zum Teil einschränken müssen, und nur noch die wichtigsten Produkte werden in den Regalen stehen.

Es ist auch durchaus möglich, dass Läden geschlossen werden – dies vor allem aufgrund von Personalmangel, denn vermutlich wird es auch unter den Angestellten der Supermärkte Krankheitsfälle geben, sodass nur noch wenige Kräfte für den Einsatz bereit stehen. Primär die Non-Food-Abteilungen könnten vollkommen geschlossen werden, damit sich das gesunde Personal auf die obligatorische Versorgung mit Lebensmitteln konzentrieren kann.

Bei den Lebensmitteln stellt das größte Problem der Offenverkauf dar. Wenn Obst und Gemüse offen in den Körben liegt und von den Kunden angefasst werden kann, besteht die Gefahr, dass auf diese Weise Krankheitskeime weitergegeben werden. Coop ist daher darauf eingestellt, solche Lebensmittel nur noch hygienisch verpackt zu verkaufen. Auf jeden Fall sollen die Menschen weiterhin sicher und zuverlässig mit Esswaren versorgt werden.

Sollte die Schweinegrippe tatsächlich mit voller Wucht ausbrechen, werden die Kunden wohl auch auf bestimmte Spezialitäten verzichten müssen. So können etwa Spezialbrote aus der Migros-eigenen Bäckerei in dieser Zeit nicht mehr angeboten werden, falls auch dort das Personal durch Schweinegrippe-Erkrankungen reduziert ist. Man wird sich in diesem Fall auf die Herstellung einfacherer Backwaren konzentrieren.

Vermutlich werden auch weniger Kunden in die Läden strömen, denn natürlich werden auch sie von einer Pandemie betroffen sein. Wer doch in die Läden kommt, wird sich vorsorgend besonders mit Lebensmitteln eindecken wollen, die gut zu lagern sind, wie etwa Äpfel oder Karotten. Als Notvorrat in Krisenzeiten empfiehlt das Bundesamt für landwirtschaftliche Versorgung Reis, Teigwaren, Öl und Zucker. Davon werden die Läden genügend anbieten, ebenso vom sogenannten Ergänzungsvorrat: Fleisch-, Fisch-, Gemüse- und Fruchtkonserven, Knäckebrot, Beutelsuppen, Kaffee, Tee und Schokolade.

Den Kunden wird sicherlich auch sehr daran gelegen sein, dass sie sich nirgends mit der Krankheit anstecken, wenn sie sich von zu Hause fort wagen, und so werden sie sich im Pandemiefall bereitwillig mit dem am Eingang gereichten Desinfektionsmittel die Hände säubern sowie Mundschutz und Masken über das Gesicht ziehen, wie es Migros-Sprecher Urs Peter Naef empfiehlt. Selbstverständlich muss das Personal auch die Handgriffe der Einkaufswagen regelmäßig reinigen.

Welche konkreten Maßnahmen letztendlich ergriffen werden müssen, hängt ganz davon ab, ob sich die Schweingrippe landesweit ausbreitet oder ob die Pandemie nur regional begrenzt auftritt. Auf jeden Fall sind Migros und Coop schon jetzt für den Ernstfall gut vorbereitet.

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