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H1N1-Viren überleben auf Banknoten bis zu zwei Wochen

Seit Wochen hält der H1N1-Virus, der sogenannte Schweinegrippen-Erreger, die ganze Welt in Atem. Bisher sind die größten Befürchtungen einer weltweiten Pandemie Gott sei Dank nicht Realität geworden, jedoch ist die Angst vor einer Massenansteckung mit dem gefährlichen Virus weiterhin hoch.

Als besonders gefährlich werden bei einer Virus-Pandemie Orte und Plätze angesehen, an denen sich besonders viele Menschen versammeln und es somit zu einer raschen und massenhaften Übertragung kommen kann.

Nun haben Forscher in der Schweiz ein weiteres gefährliches Übertragungsrisiko ausfindig machen können: Banknoten können als gefährliche Virenmutterschiffe fungieren. Das Brisante daran ist, dass nichts so schnell die Runde macht und durch die gesamte Gesellschaft gereicht wird, wie Bargeld.

Hustet oder niest ein Mensch, der Träger von bestimmten Viren ist, ist seine Hand und nimmt daraufhin mit derselben Hand einen Geldschein auf dem Portemonnaie , so können die Krankheitserreger bis zu 14 Tage und länger auf dieser Banknote verweilen.

Wissenschaftler des Genfer Universitätsspital konnten im letzen Jahr die optimalen Bedingungen für ein Überleben der Viren auf Geldscheinen ausmachen. Bei den Untersuchungen ist herausgekommen, dass vor allem die günstige Oberfläche, die Temperatur sowie eine bestimmte Höhe der Luftfeuchtigkeit dazu beitragen, dass Viren auf Geldscheinen eine längere Zeit überleben können.

Die Ergebnisse dieser Schweizer Studie konnten jedoch keine Aussage darüber treffen, ob und wie man sich durch Anfassen von Geldscheinen beispielsweise beim Einkaufen oder beim Geldabholen anstecken kann.

Es wird allerdings angeraten, sich nach dem Berühren von Geldscheinen sorgfältig die Hände zu waschen. Die Geldscheine an sich sollte man aber nicht versuchen im Wasser zu säubern.

Banken wie zum Beispiel die Berner Kantonalbank (BEKB) sind jedenfalls auf den Ernstfall vorbereitet und haben bereits jetzt für eine ausreichende Menge an Schutzhandschuhen gesorgt, wie Hanspeter Merz (Kommunikationschef) jüngst den Medien mitteilte. Er rate den Mitarbeitern an der Kasse, die täglich mit Bargeldscheinen in Berührung kommen, sich in regelmäßigen Abständen die Hände gründlich zu waschen.
Im äußersten Notfall behält sich die BEKB sogar vor, betroffene Filialen und Niederlassungen für eine Zeit lang schließen zu lassen, um bei einem Ausbruch einer Pandemie weitere Ansteckungen bei Kunden und Bankangestellten zu verhindern.

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