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Ägypten hat erste Schweinegrippe-Tote

Der Auslöser der Schweinegrippe heißt H1N1 und tauchte bereits 1918 einmal auf. Damals wurde die Epidemie als Spanische Grippe bezeichnet. Über 50 Millionen Menschen starben weltweit an den Folgen dieser Erkrankung. 1977 schlug der Virus erneut zu. Diesmal sprach man von der Russische Grippe, die glücklicherweise nicht so viele Todesopfer forderte wie ihre „große Schwester“.

Entdeckt wurde H1N1 im Jahr 1930. Der Erreger ist auf Schweinen zu finden, allerdings nehmen die Tiere keinen Schaden daran. Erst wenn das Virus auf den Menschen überspringt kann es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Der Urtyp des H1N1 konnte nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden. Allerdings gibt es mittlerweile einen Subtyp A, für den dieses Merkmal leider nicht mehr gilt.
Der H1N1 Typ A gehört zur Familie der Influenza auslösenden Viren. Daher ähneln die Symptome der Schweinegrippe auch denen einer normalen Grippe.

Der Virus dringt in den Organismus ein und befällt beispielsweise eine Zelle in der Lunge. Diese Zelle dient dem Erreger fortan als Wirtszelle. Sobald sich der Virus vermehrt hat, bricht er aus der Wirtszelle hervor und besiedelt weitere Zellen. Die Wirtszelle stirbt dabei. Auf diesem Wege zerstört der H1N1 Typ A das gesamte Atmungssystem eines Patienten.

Die Ansteckung mit Schweinegrippe erfolgt über Schmier- oder Tröpfcheninfektion. Niesen oder husten befallene Menschen beispielsweise, so gelangt der Virus über den feinen Nebel zum nächsten Wirt. Schmierinfektionen erfolgen meist über das Berühren von Einkaufswagen, Türklinken oder ähnlich hoch frequentierten Gegenständen. Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollte man große Menschenansammlungen meiden und sich häufig die Hände waschen. Das gilt übrigens nicht nur nach dem Berühren von fremden Gegenständen, sondern auch nach dem Händeschütteln. Hat man etwas berührt, so sollte man mit der benutzten Hand keinesfalls über das eigene Gesicht fahren, bevor man sich nicht gründlich gewaschen hat. Ist man berufsmäßig gezwungen, sich oft unter viele Menschen zu begeben, so sollte man über die Anschaffung eines Mundschutzes nachdenken. Flugreisen sollten, wenn möglich, unterbleiben. Die Schweinegrippe hat bereits in vielen Urlaubsländern Einzug gehalten, darunter auch in Ägypten.

Eine 25-jährige Ägypterin hatte sich bei ihrer Wallfahrt nach Mekka mit dem Virus infiziert. Sie hatte die Symptome bereits in Saudi-Arabien bemerkt und ihre Pilgerfahrt daher frühzeitig abgebrochen.  Seit dem Ausbrechen der Grippe verzeichneten die ägyptischen Behörden 127 Krankheitsfälle. 106 der infizierten Patienten haben sich aber bereits von der Erkrankung erholt und sind wieder völlig gesund. Auch die übrigen Fälle sind nicht gravierend, es besteht keine Lebensgefahr. Allerdings vermuten Experten seit dem Vorkommnis mit der 25-jährigen Ägypterin, dass Mekka als eine Art Brutstätte für den Virus dient.

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