Archiv für Juli 2009
Soll man Babys gegen Schweinegrippe impfen?
Der neuartige Typus des Schweinegrippe-Erregers breitet sich immer weiter aus. Mittlerweile sind fast alle europäischen Staaten davon betroffen. Gesundheitsbehörden raten zu penibler Hygiene und der Vermeidung von Menschenansammlungen. Sogar auf das obligatorische Händeschütteln soll in diesen Tagen lieber verzichtet werden. All diese Ratschläge sind von Erwachsenen leicht zu befolgen, doch viele Eltern sind um ihre Sprösslinge besorgt. Die Diskussion um das Impfen von Kleinkindern und Babys ist daher in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Herr Dr. Erlinger ist Mitglied im Pandemiestab des Gesundheits- und Umweltdepartements der Stadt Zürich. Nach seinen Angaben verteilt der Bund die Impfstoffdosen. Allerdings hat dieser noch keine genaueren Angaben zum vorliegenden Fall gemacht.
Keine Gefahr für die Street Parade in Zürich
Bei der diesjährigen Züricher Street Parade, besteht kein größeres Risiko an der Schweinegrippe zu erkranken.
Bei der am 08. August stattfindenden Street Parade in Zürich, besteht nach Aussagen von kantonalen Behörden und zahlreichen Zürcher Ärzten, keine größere Ansteckungsgefahr für Schweinegrippe, als im ganz normalen Alltag auch. Auch die Sprecherin der Gesundheitsdirektion sagte, ”wir sind weit davon entfernt, die Street Parade abzusagen” und verwies damit auf die Lagebeurteilung des Bundes, wonach die Schweinegrippe die Schweiz noch nicht im Griff habe.
Weshalb man sich vor der Schweinegrippe schützen sollt?
Es ist schon so, dass die Schweinegrippe zurzeit nicht sehr gefährlich ist und der Krankheitsverlauf auch weniger schlimm ist, als bei mancher Sommer- / Wintergrippe. Das Gefährliche ist, dass sie extrem ansteckend ist und je mehr Leute sie haben, umso höher ist die Gefahr, dass sie sich verändert oder mit einer anderen Grippe kombiniert.
Wie z.B. die Spanische Grippe. So würde sie dann möglicherweise zu einer wirklich gefährlichen Grippe werden und könnte sogar Lebens gefährdend sein. Also ist es ratsam vorzubeugen, dass sie sich nicht eines Tages mutieren kann. Vorsorgen ist besser als nachträglich bereuen, dass man es nicht getan hat.
5.000 Schweizer könnten an der Schweinegrippe sterben
Experten gehen davon aus, dass spätestens im Herbst die Schweinegrippe zuschlagen wird und ein Drittel der gesamten Bevölkerung davon betroffen sein könnte.
Schockierendes Zahlenmaterial ist veröffentlicht. Es wird befürchtet, dass etwa ein bis zwei Millionen Schweizer im Herbst an der Schweinegrippe erkranken könnten und dabei etwa 5.000 Menschen ihr Leben verlieren werden. Damit sind die Folgen der Schweinegrippe mehr als fünfmal schlimmer als eine normale Grippewelle. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) warnt schon jetzt. Am stärksten betroffen würden die so genannten Risikogruppen. Zu denen alte und chronisch erkrankte Menschen gehören.
Schweinegrippevirus verbreitet sich mit einzigartiger Geschwindigkeit
Das erst im April in den USA entdeckte Schweinegrippevirus H1N1 hat innerhalb kürzester Zeit eine Pandemie ausgelöst, die inzwischen auch in Europa angekommen ist. In der Schweiz stieg Ende Juli die Zahl der laborbestätigten Schweinekrippefälle sprunghaft an. In Deutschland mussten sogar innerhalb eines einzigen Tages rund 500 neue Fälle registriert werden. Damit haben sich innerhalb von vier Monaten nach Bekanntwerden der ersten Schweinekrippefälle in Amerika schon 3349 Deutsche mit dem H1N1-Virus infiziert.
Kampf gegen die Schweinegrippe mit Beat Schlatter
Das neue Motto einer Informationsaktion des Bundes lautet „Die Pandemie kommt – und das ist kein Witz“. Durch das BAG wird die Information der Bevölkerung über die Schweinegrippe verstärkt. In Fernsehspots und im Internet wird unter der Überschrift „gemeinsam gegen die Grippe“ informiert und aufgeklärt und Swissmedic veröffentlicht spezielle Empfehlungen für die Verhaltensweisen der Schwangeren und Kleinkinder, die nicht mit Tamiflu behandelt werden sollten.
Schweinegrippe Aufklärungs TV-Spots mit Beat Schlatter
Etwas früher als urspünglich geplant startet das BAG (Bundesamt für Gesundheit) eine Aufklärungskampagne zur Schweinegrippe mit dem Titel «Die Pandemie kommt – und das ist kein Witz»
Virologe warnt vor riesiger Welle bei Schweinegrippe
Der Virologe Alexander Kekule rechnet für die Zukunft mit einem drastischen Anstieg der Infektionen mit Schweinegrippe, geht aber nicht davon aus, dass sich die Erreger der Vogel- und der Schweinegrippe miteinander vermischen werden.
Bereits in den kommenden Wochen, wenn immer mehr Menschen von ihrem Auslandsurlaub zurückgekehrt sind, werden die Infektionen stark zunehmen. Der Spiegel berichtete außerdem, dass es um die Schweingrippe Impfung und die damit verbundene Impfaktion chaotisch zugehe, da der organisatorische Ablauf nach wie vor nicht geklärt ist.
Tamiflu ab Samstag kassenpflichtig
Wie die „SonntagsZeitung“ berichtete, wird das Grippemittel Tamiflu ab dem 01. August 2009 kassenpflichtig. Das BAG hat mittlerweile den Zeitungsbericht bestätigt. Ebenso sollen auch die Kosten für die erwartete Schutzimpfung gegen die Schweinegrippe von den Kassen übernommen werden. Befürchtungen, dass sich das auf die Höhe der zuzahlenden Prämien auswirken könnte, hat Santesuisse zurückgewiesen.
Der Irrtum der Pharmamultis
Es hat sich leider zum Nachteil für die Bevölkerung in der Schweiz herausgestellt, dass die Schweinegrippe sich schneller ausbreitet als gedacht. Somit kann davon ausgegangen erden, dass die geforderten Impfstoffe nicht ausreichen werden. Die pharmazeutische Industrie steht nun im Kreuzfeuer der Kritik, denn ob sie liefern kann, steht noch nicht hundertprozentig fest.
